LITTLE · FLUFFY · POMS
Wurfkiste
Die ersten Lebenswochen verbringen unsere Welpen gemeinsam mit ihrer Mama in der Wurfkiste. Sie ist in dieser Zeit ihr geschützter Mittelpunkt und bleibt etwa während der ersten drei Wochen ihr gesamter Lebensraum. Hier schlafen und trinken sie, suchen Wärme und Körperkontakt und beginnen nach und nach, ihre Umgebung wahrzunehmen.
Bereits einige Zeit vor dem errechneten Geburtstermin bauen wir die Wurfkiste auf und richten sie für die bevorstehende Geburt ein. So hat die werdende Mama ausreichend Zeit, sie in Ruhe zu erkunden und sich an ihren neuen Platz zu gewöhnen. Wenn die Welpen schließlich geboren werden, ist die Wurfkiste für sie längst ein vertrauter Rückzugsort.
Liebevoll vorbereitete Wurfkiste
Ganz gleich bleibt diese kleine Welt trotzdem nicht. Sobald die Welpen mobiler werden, finden sie bereits in der Wurfkiste erste unterschiedliche Materialien und Gegenstände. Sensorikmatten sorgen für verschiedene Eindrücke unter den Pfoten, Kuscheltiere dienen zum Ankuscheln und später auch zum Spielen. Manchmal liegt ein Kuscheltier auch einfach mitten im Weg und wird so zum ersten kleinen Hindernis, über das geklettert werden muss.
Etwa ab der zweiten Lebenswoche kommt außerdem eine erste Welpentoilette mit Pipimatte hinzu. Sobald die Kleinen beginnen, sich zum Lösen von ihrem Schlafplatz wegzubewegen, können sie so bereits unterschiedliche Bereiche kennenlernen und erste Gewohnheiten entwickeln.
Je nach Wurf beginnen die ersten Welpen etwa ab der dritten Lebenswoche, über die Begrenzung der Wurfkiste zu schauen oder erste Kletterversuche zu unternehmen. Spätestens dann wird es Zeit, ihre Welt zu vergrößern.
Die Wurfkiste wird geöffnet und bleibt zunächst als vertrauter Schlaf- und Rückzugsort bestehen. Rundherum entsteht ein größerer Welpenbereich, der mit zunehmender Beweglichkeit weiter wächst und mehr Platz zum Laufen, Spielen und Erkunden bietet.
Auch eine Transportbox ohne Tür steht den Welpen frühzeitig offen zur Verfügung. Sie können sie ganz von selbst erkunden, darin spielen oder sich zum Schlafen zurückziehen. So lernen sie die Box zunächst einfach als selbstverständlichen Teil ihrer Umgebung kennen, lange bevor sie für eine Autofahrt oder einen anderen Transport gebraucht wird.
Schlafende Welpen in einer offenen Transportbox
Mit der geöffneten Wurfkiste beginnt auch der Kontakt zu unseren anderen Hunden. Unsere Mamas sind dabei sehr entspannt und sozial, sodass die anderen Hunde grundsätzlich schon früh an die Welpen herandürfen. Gerade die jüngeren Hunde würden die Kleinen allerdings am liebsten sofort zum Spielen auffordern und sind dabei manchmal noch etwas stürmischer, als es für die ersten tapsigen Schritte passend wäre.
Deshalb finden die ersten Begegnungen zunächst ruhig und unter unserer Aufsicht statt. Direkter Spielkontakt kommt dazu, sobald die Welpen sich einigermaßen sicher auf ihren eigenen vier Pfoten bewegen können. Von da an gehören auch die anderen Hunde ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag und werden schnell zu interessanten Spielpartnern.
Auch die Einrichtung verändert sich immer wieder. Unterschiedliche Untergründe, kleine Hindernisse, bewegliche Elemente und verschiedene Gegenstände geben den Welpen Gelegenheit, ihren Körper auszuprobieren und neue Dinge selbstständig zu entdecken.
Dabei ist Abwechslung wichtig. Wie bei kleinen Kindern ist häufig genau das besonders interessant, womit sich gerade ein anderer beschäftigt. Gleichzeitig kann etwas, das gestern noch ausgiebig untersucht wurde, heute schon völlig uninteressant sein. Deshalb tauschen wir Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten regelmäßig aus. Nach einer Pause und einer Wäsche werden manche Dinge einige Tage später plötzlich wieder begeistert entdeckt. Und natürlich gibt es in jedem Wurf auch ein paar Dauerfavoriten, die über Wochen spannend bleiben.
Spätestens ab der fünften Lebenswoche gehört der tägliche Aufenthalt im Freien fest zum Alltag unserer Welpen. Auf dem Welpenspielplatz gibt es noch einmal ganz andere Dinge zu entdecken als im geschützten Bereich im Haus.
Draußen erleben die Welpen wechselnde Temperaturen, Wind, natürliche Geräusche und Gerüche sowie Gras, Erde oder auch einmal Schnee unter den Pfoten. Unterschiedliches Wetter gehört ebenfalls zu diesen Erfahrungen. Wie lange die Kleinen draußen bleiben und wie wir den Aufenthalt gestalten, passen wir an Alter, Entwicklungsstand und die jeweiligen Wetterbedingungen an. So kann ein Ausflug bei Kälte, Schnee oder ungemütlichem Wetter auch einmal kürzer ausfallen.
Welpe im Schnee
Mit zunehmendem Alter werden die Aufenthalte draußen länger und der Welpenspielplatz bietet immer mehr Möglichkeiten zum Erkunden, Rennen und gemeinsamen Spielen.
Welpenspielplatz im Aussenbereich
In wenigen Wochen verändert sich die Welt unserer Welpen enorm. Erst besteht sie aus der Wurfkiste, dann kommt der Welpenbereich hinzu und schließlich wartet draußen ein ganz neuer Lebensraum.Mit zunehmendem Alter reicht auch dieser Radius irgendwann nicht mehr aus. Dann kommen weitere Bereiche des Grundstücks und später unterschiedliche Orte außerhalb des Zuhauses hinzu. Autofahrten, Ausflüge und verschiedene Alltagssituationen werden nach und nach Teil ihrer Erfahrungen.Wie wir unsere Welpen dabei an unterschiedliche Umweltreize und Alltagssituationen heranführen, erzählen wir ausführlicher unter Alltag & Umweltreize ↗︎.
Zwischen dem neugeborenen Welpen in der Wurfkiste und einem kleinen Hund, der neugierig seine Umgebung erkundet, liegen nur wenige Wochen. In kaum einer anderen Lebensphase verändert sich ihre Welt so schnell.
Deshalb wächst auch ihr Lebensraum mit ihnen. Er bietet am Anfang vor allem Schutz und Geborgenheit und eröffnet mit zunehmender Entwicklung immer mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen, zu spielen, zu entdecken und eigene Erfahrungen zu sammeln.